Stars gaben am 24. Juli siebenstündiges Konzert in Ulrichshusen
- die Preisträger aus 20-Festspiele-Jahren gratulierten

Ein siebenstündiges Klassik-Programm bildete am Samstag in dem kleinen Müritzort Ulrichshusen den Höhepunkt im 20. Jubiläumsjahr der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. 1400 Gäste, so viele wie noch nie, waren an den Geburtsort der Festspiele gekommen, um die Stars aus 20 Jahren zu feiern. Jeder der renommierten Musiker allein wäre einen Konzertbesuch Wert gewesen. Die ehemaligen Preisträger der Festspiele gaben ihr Geburtstagsständchen. Es gratulierten Daniel Hope (Violine), der auch künstlerischer Partner der Festspiele ist, Viviane Hagner (Violine), Veronika Eberle (Violine), Nikolay Borchev (Gesang), Sebastian Knauer (Klavier), das weltweit führende Klavierquartett, das Faure-Quartett und viele andere mehr. Der diesjährige Preisträger in Residence, der ungarische Trompeter Gabor Boldoczki hatte eigens eine Uraufführung als Jubiläumsgeschenk mitgebracht. Eine Komposition für Trompete und Schlagwerk, die mystischen Zauber verbreitete und bei den Gästen viel Beifall fand.
Erstmals gab es nicht nur Konzerte in der Festspielscheune und im Schloss, sondern auch in einem riesigen Festzelt auf dem Gelände der Renaissance-Anlage, wo 1560 das Schloss als Wasserburg gebaut worden war. Nach einem Brand von 1987 war das Schloss vollkommen zerstört und erst im Jahr 1993 liebevoll restauriert und 1994 von Lord Yehudi Menuhin eingeweiht worden.
Die Besucher erlebten bei dem Wandel-Konzert - jeder Teilnehmer bekam drei Konzertprogramme geboten - einen Streifzug durch die Musikgeschichte. Neben Barockes von Scarletti, Stradella und Caccini, gab es Klassisches von Mozart, Romantisches von Schumann, Schubert, Tschaikowski und Brahms und Musik des 20. Jahrhunderts mit Gershwin, Copland und Bernstein sowie Stockhausen. Anschließend wurde mit allen Künstlern gemeinsam gefeiert und wie es Tradition auf Schloss Ulrichshusen ist - es wurden viele Schüsseln Krebse gespeist.
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