Das Klinikum Karlsburg sagt Krankenhauskeimen den Kampf an

CDU-Landtagsabgeordnete unterstützen Bau eines Wundzentrums


Das Klinikum Karlsburg mit seinem Herz- und Diabeteszentrum hat Krankenhauskeimen den Kampf angesagt. "Hygiene wird bei uns groß geschrieben. Das beginnt bei der vorgeschriebenen Händedesinfektion der Mitarbeiter und reicht bis zur Isolation von Patienten mit Wundinfektionen, die bei Diabetes nicht selten vorkommen", erklärt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Wolfgang Motz gestern den Mitgliedern der CDU-Landtagsfraktion, die nach Karlsburg gekommen waren.

Das Klinikum, so Prof. Motz, plane den Bau eines Wundzentrums, um künftig noch besser Patienten mit Keimen von anderen trennen zu können. Schleusen und besondere OP-Säle seien vorgesehen. Denn die Krankenhauskeime - das ist wissenschaftlich belegt - sind weltweit durch den unkritischen Einsatz von Antibiotika auf dem Vormarsch. Immer mehr Erreger seien ressistent und bildeten ein Risiko für die Patienten.

Harry Glawe, Fraktionsvorsitzender der CDU, betonte, dass die strikte Trennung des septischen und aseptischen Bereiches für Krankenhäuser dringend notwendig sei. "Ich unterstütze den Bau eines Wundzentrums in Karlsburg. Der Schutz des Patienten muss an oberster Stelle stehen", unterstrich Glawe, der von Beruf Diplomkrankenpfleger ist.

Egbert Liskow, der Vorsitzende des Arbeitskreises Verkehr, Bau und Landesentwicklung der CDU erklärte, dass mit der Verbesserung der medizinischen Versorgung natürlich auch die Wettbewerbsfähigkeit des Klinikums wachse und die Wirtschaftlichkeit gestärkt werde. Abschließend brachten die CDU-Landtagsabgeordneten zum Ausdruck, dass die Fraktion erwarte, dass die Baumaßnahme in die mittelfristige Finanzplanung des Landes aufgenommen wird.