Marita Koch: Bewegung hält fit!

Teilnehmer im Alter zwischen 3 und 80 Jahren beteiligten sich in Karlsburg am Patiententag "Bluthochdruck"

Der Spaß stand am Samstag beim 2. Frühlingslauf im Schlosspark des Klinikums Karlsburg im Vordergrund. Die 38 Teilnehmer im Alter zwischen 3 und 80 Jahren, die die Strecke über 2000 Meter absolvierten, liefen nicht um Höchstleistungen, sondern für ihre Fitness und Gesundheit. Darunter auch Oberärztin Dr. Claudia Bischoff (41), die am frühen Morgen vor vollem Hörsaal erläutert hatte, dass eine gesunde Lebensweise die beste Medizin gegen Bluthochdruck ist. Leider sei heute bereits jeder zweite Mensch über 60 Jahre von Bluthochdruck betroffen, einem Risikofaktor für Schlaganfall, Herzinfarkt und Gefäßerkrankungen.
Sportlegende Marita Meier-Koch unterstützte mit ihrer Teilnahme am Patiententag "Bluthochdruck" das Anliegen, Menschen jeden Alters für den Sport zu begeistern. Sie ermunterte vor dem Laufen alle Anwesenden, den inneren Schweinehund zu überwinden und regelmäßig Sport zu treiben. Die 54-Jährige hält noch immer den Weltrekord über 400 Meter, den sie 1985 beim Weltcup in Canberra aufstellte. Die legendären 47,60 Sekunden hat bis heute keine Läuferin unterboten. In einem kurzen Talk bekannte sie, dass diese Ziffernfolge ihr Autokennzeichen schmückt.
Marita Meier-Koch ist heute Inhaberin eines Rostocker Modegeschäftes. Sie kam mit ihrem Mann und einstigem Trainer Wolfgang Meier nach Karlsburg und gab das Startsignal zum 2. Frühlingslauf. Mit einer ganz besonderen Startklappe - einem Geschenk der DEFA anlässlich ihres Weltrekordes von Canberra. Anschließend schloss sie sich dem Feld der Nordic Walker an und drehte entspannt ihre Runde. Danach war dann noch volle Konzentration gefragt - beim Signieren der Teilnehmerurkunden. Bernhard Trost (63) aus Wolgast hatte für den besonderen Schriftzug seine Wander- und Laufmütze dabei, die ihn immer begleitet, wenn er mit seiner Frau Renate (62) per pedes unterwegs ist.
Vor und nach dem Laufen nutzten viele der älteren Teilnehmer die Möglichkeit, bei den Schwestern Bärbel und Dana aus der Diabetes-Klinik ihren Blutdruck überprüfen zu lassen. "Die Gefahren von Bluthochdruck werden unterschätzt, weil er nicht schmerzt", meinte Manfred Kokoscha, Leiter der Selbsthilfegruppe "Bluthochdruck" aus Anklam. Er engagierte sich auf dem Karlsburger Thementag, um die große Volkskrankheit ins Blicklicht zu rücken und neue Mitglieder für die Selbsthilfegruppe zu gewinnen.
Interesse fand in Karlsburg auch der Stand der Volkssolidarität Anklam, an dem Cordula Hauptmann und Stefanie Hasselberg über den Alkoholkonsum und seine Tücken aufklärten. Heiko Berner von der AOK Greifswald lockte die Besucher mit einem Gewinnspiel und verteilte Info-Material und Kochbücher zur gesunden Ernährung.