Pressemitteilung
INROS LACKNER AG
18055 Rostock
Rosa-Luxemburg-Straße


Alte Fußgängerbrücke wird Montagnacht entfernt
- neuer Tunnel begehbar
Modernes Verkehrskreuz in Warnemünde nimmt weiter Gestalt an

In der Nacht vom Montag zu Dienstag (vom 26. zum 27. September 2011) werden mittels Kran die letzten großen Skelett-Teile der alten Fußgängerbrücke am Warnemünder Werftbahnhof entfernt. Die Bahnstrecke muss für Stunden gesperrt werden. Ein weiterer wichtiger Bauabschnitt auf dem Weg zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt ist abgeschlossen. Fußgänger gelangen nun durch den ca. 40 Meter langen neugebauten Tunnel zum S-Bahnhof bzw. von dort zum Busbahnhof. Die Gleisanlagen können bequem und schrankenlos gequert werden.

Die Rostocker Straßenbahn AG als Maßnahmeträger, die Hansestadt Rostock, die Deutsche Bahn AG und das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg fungieren gemeinsam als Bauherr. Die Rostocker Straßenbahn AG mit ihrem Planer INROS LACKNER AG und den Ingenieuren von der "HTG -Ingenieurbüro Bauwesen GmbH" sind in jeder Phase des Projektes gefordert, um den Herausforderungen gerecht zu werden.

"Das Drehkreuz Warnemünde gehört zu den größten und kompliziertesten Straßenbauvorhaben, die wir in der Vergangenheit zu bewältigen hatten", sagt Projektleiter Andreas Völkel von der INROS LACKNER AG. Das liege vor allem an der Komplexität des 22-Millionen-Bauprojektes und an dem notwendigen Zusammenspiel der verschiedenen Fachbereiche. Denn das neue Warnemünder Verkehrskreuz umfasst nicht nur eine neue Straßenführung über die Gleise und einen Tunnel für die Fußgänger, es werden auch Gleisbauarbeiten durchgeführt, der S-Bahnhof und seine Verkehrsanbindung erneuert, Abwasserleitungen zum Kreuzfahrt-Terminal gelegt und der Hochwasserschutz für Warnemünde gebaut.

Seit 2007 ist INROS LACKNER mit der Planung der Gesamtmaßnahme betraut, wozu Genehmigungsverfahren, Planfeststellungsverfahren und die Kreuzungsvereinbarung zur Erlangung des Baurechtes notwendig waren. Die Beteiligung an der Ausschreibung und Vergabe von Bauaufträgen gehört gleichfalls zum Leistungsumfang. Die gesamte Bauüberwachung hat die INROS LACKNER AG als Generalplaner übernommen, um mit dem Bauherrn, der Rostocker Straßenbahn AG, die Realisierung der Maßnahme zu sichern.

Die Bauarbeiten, die 2010 begannen, werden voraussichtlich im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein. "Wir liegen gut in der Zeit", sagt Projektleiter Völkel.
Viele Unwägbarkeiten haben die Planer und Ingenieure mit ihrem soliden Können und ihren Erfahrungen gemeistert. "Besonders großes Kopfzerbrechen hat uns zunächst der schlechte Baugrund bereitet. Torf- und Muddeschichten und ein hohes Grundwasser sind nicht unbedingt ideal zum Bauen. Deshalb wurden zahlreiche Vorkehrungen getroffen, um die neuen Straßen zu konsolidieren. Bis zu 10 Meter tief mussten beispielsweise sogenannte Rüttelstopfsäulen - mit Zement verfestigte Sandsäulen - in den Boden gebracht werden, um den Straßendamm sicher zu machen", erzählt IL-Projektleiter Völkel. Über 1.000 dieser Säulen stabilisieren nun das Erdreich, das zuvor auf der gesamten Fläche auf Munition überprüft werden musste. "Verdachtsfälle gab es einige, zum Glück aber keine Funde", sagt er.

Brücke breit genug für riesige Schiffspropeller
Das Team von Andreas Völkel, das zeitweise mit 20 Ingenieuren am Projekt arbeitete, hatte viele wichtige Details zu berücksichtigen. "Bei all unseren Berechnungen für die Brücke und die Straßen mussten wir beispielsweise bedenken, dass die Werft so manche großen Zulieferungen erhält. So ist die rund 50 Meter lange Brücke dafür ausgelegt, dass riesige Schiffspropeller von 11 Metern Durchmesser über sie transportiert werden können", erklärt der Spezialist. Die Werftallee mit den zwei Fahrbahnen und dem kombinierten Geh- und Radweg, die teilweise bereits fertiggestellt ist, liegt auf 3,25 m Höhe über dem Meeresspiegel. Ein Hochwasserschutz, der in manchen Bereichen durch Spundwände ergänzt wird.
"Die INROS LACKNER AG hat gern die umfangreiche Betreuung des Warnemünder Bauvorhabens übernommen, das wohl das größte in den letzten 100 Jahren in Warnemünde ist. Das Projekt ist anspruchsvoll und spannend, erfordert intelligente technische Lösungen und wird für unser Planungsunternehmen ein weiteres gutes Referenzobjekt" betont Frank Bernhardt, Vorstandsmitglied der INROS LACKNER AG.
Mit mehr als 400 Mitarbeitern an 21 Standorten im In- und Ausland gehört die INROS LACKNER AG zu den Top-Ten der deutschen Planungsbüros.
Öffentlichkeitsarbeit: Anette Pröber