Film zeigt Heart-Team und eine fitte 90-Jährige

Das Klinikum Karlsburg steht für Spitzenmedizin zum Wohle des Patienten

Vor rund 40 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien wurde am 29. November im Pommerschen Landesmuseum Greifswald der Film "Die Geschichte einer Herz-OP oder Mit 90 ins Konzert" erfolgreich uraufgeführt. Mit diesem Dokumentarstreifen des Greifswalder Filmemachers Reinhard Nikschick präsentierte das Klinikum Karlsburg seine hohe Leistungsbereitschaft als ein Herzzentrum der Zukunft. Der Film wurde gedreht aus der Sicht einer 90-jährigen Patientin, die nach einer minimal-invasiven Herzoperation wieder mehr Lebensqualität besitzt, und sowohl Schwimmen als auch ins Konzert gehen kann. Die inzwischen 91-jährige Patientin aus Neubrandenburg bedankte sich auf der Veranstaltung für den erfolgreichen Eingriff und wünschte allen betagten Patienten den Mut, das neue, schonende OP-Verfahren zu wagen.

Der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Wolfgang Motz, erklärte auf der Veranstaltung, wie sich das Ärzteteam auf die Herausforderungen der Zukunft, auf die zunehmende Zahl älterer Herzpatienten eingestellt hat. Um neue, schonendere Operationsverfahren zu ermöglichen, wurden zunächst die technischen Voraussetzungen durch die Modernisierung aller 3 Herzkatheterlabore mit neuer Durchleuchtungstechnik und durch den Neubau eines Hybrid-OP-Saales 2010 geschaffen. Die Mediziner arbeiten bei den sehr komplexen minimal-invasiven Eingriffen (ohne Herz-Lungen-Maschine) immer stärker interdisziplinär zusammen. Die Teamarbeit von Kardiologen, Chirurgen, Intensivmedizinern und Anästhesisten beginnt aber bereits bei der Auswahl des therapeutischen Verfahrens, das die individuell bestmögliche Behandlung für den Patienten beinhaltet. Vor- und Nachteile einer konventionellen Operation gilt es abzuwägen, interventionelle Verfahren (Katheter) in die Überlegung einzubeziehen. Die Grenzen zwischen den Medizinberufen verschwinden zunehmend, sagte Prof. Motz auf der Veranstaltung. Deshalb spreche man zunehmend vom "Heart-Team". Er wagte einen Blick in die Zukunft und meinte, dass künftig die minimal-invasiven OP-Verfahren noch mehr an Bedeutung gewinnen. Derzeit werden rund 1500 Herz- und Gefäßoperationen und 5000 kardiologische Eingriffe durchgeführt.

Auf der Veranstaltung sprachen auch der Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Hanns-Christoph Saur und Friedrich-Wilhelm Bluschke, Vorstand der AOK Nordost. Beide würdigten die Leistungen Karlsburgs als anerkanntes Herz- und Diabeteszentrum, das weit über die Region hinaus ausstrahle.

ANETTE PRÖBER
Öffentlichkeitsarbeit