Karlsburg erhielt Zertifikat "Chest Pain Unit" als erste Klinik in MV

Als erste Klinik in Mecklenburg-Vorpommern erhielt das Klinikum Karlsburg das Zertifikat "Chest Pain Unit" (engl. Brustschmerz-Einheit) für seine Behandlung der Patienten mit akutem Brustschmerz. Dieses Qualitätssiegel vergibt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und Herzkreislaufforschung e. V. nach umfassender Prüfung der hohen deutschen Standards zur Notfallversorgung. Schreiben die Leitlinien beispielsweise für Notfallpatienten eine Untersuchung und Versorgung innerhalb von 90 Minuten vor, wird in Karlsburg diese Zeit noch deutlich unterschritten, sie liegt bei 30 bis 45 Minuten.

In der Karlsburger Chest Pain Unit, der speziellen Diagnostik- und Therapieabteilung, gibt es sowohl die technischen als auch die personellen Voraussetzungen, um die optimale Versorgung der Brustschmerzpatienten zu gewährleisten. Sieben Ärzte wirken in den drei Herzkatheterlaboren.

"Wir können mit unserem gut ausgebildeten Team und der vorhandenen modernen Technik die Notfallpatienten rund um die Uhr an 365 Tagen optimal betreuen", sagt der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. med. Wolfgang Motz. Dem streng standardisierten Ablauf und der sofortigen Untersuchung im Herzkatheterlabor komme höchste Aufmerksamkeit zu. Die Erfolge sprächen für sich. Herzinfarkt-Patienten würden ohne Zeitverzögerung therapiert.

Werden die hochspezialisierten Brustschmerzzentren in Deutschland erst aufgebaut, besitzt In den USA bereits jedes dritte Krankenhaus eine Chest Pain Unit. Diese Organisationsstrukturen haben in den Staaten dazu beigetragen, die Infarktmortalität signifikant zu senken, die durchschnittliche Liegedauer der Patienten zu verkürzen und auch die Kosten zu reduzieren.

Pressemitteilung
Klinikum Karlsburg
Herz- und Diabeteszentrum
Mecklenburg-Vorpommern
vom 9. März 2010